Die Geschichte des Vereins

 

Am 01.01.1968 wurde der Motorwassersportclub Elbe Dresden, kurz  „MC Elbe Dresden“, im ADMV gegründet. In ihm sammelten sich die am motorisierten Wassersport interessierten Sportfreunde des Motorsportclubs Dresden. Sie hatten in den Jahren 1963 – 1966 bereits das Bootshaus am Käthe-Kollwitz-Ufer erbaut, das dem Verein nun als erste Heimat diente. Ab 1970 verlor der Hafen Loschwitz seine Bedeutung als Not- und Winterhafen für die Dampfschiffe der „Weißen Flotte“ und wurde damit frei für eine wassersportliche Nutzung.

 

 

Winterhafen_Weisse_Flotte

 

 

Weisse_Flotte

 

 

 

Motorbootrennen02

 

 

 

Motorbootrennen

 

 

 

Clubhaus

 

Als Eigentümer überließ die Stadt Dresden dem „MC Elbe Dresden“ einen Teil des Hafens zur Nutzung. Der Verein bildete die Sektion Hafen und begann sofort mit dem Ausbau zum Sportboothafen. Die Steg- und Slipanlage wurde in mehreren Varianten gebaut, erprobt und geändert. In der heutigen Version bietet die vereinseigene Steganlage im Hafen Loschwitz Liegeplätze für ca. 30 Boote und eine Slipmöglichkeit für Boote bis zu 10m-Länge.

 

Aus der ehemaligen Werkstatt der „Weißen Flotte“ entstand in Eigenleistung ein schmuckes Clubhaus mit angebauter Terrasse und Garderobe. Am Anfang als Schulungsraum genutzt, erwarben hier viele Sportfreunde erste Kenntnisse im Motorwassersport und legten ihre Prüfung zum „Befähigungsnachweis zum Führen von Sportbooten“ für Sportmotorboot, Fahrtbereich Binnenwasserstraßen ab. Gestiegene Teilnehmerzahlen machten bald die Nutzung von Hörsälen der TU Dresden nötig. Ab seiner Gründung bis 1987 organisierte der „MC Elbe Dresden“ die Motorbootrennen auf der Elbe in Dresden-Blasewitz und einmal in Dresden-Pieschen. Im Verein selbst wurde Rennsport, Wasserski und Fahrtensport betrieben. Im Hafen Pieschen bestand seit 1974 eine Sektion, die sich 1990 vom Verein trennte und den Motorwassersportverein „Elbflorenz Dresden“ e.V. gründete. Seit 1990 ist der „MC Elbe Dresden“ e.V. Mitglied im DMYV und als gemeinnütziger Verein anerkannt. Von 1996 - 1997 erfolgte der Einbau einer Heizung und moderner Sanitäranlagen in das Clubhaus im Hafen Loschwitz. 1999 wurde die bis dahin spartanische Küche durch eine neue Einbauküche ersetzt. Das Bootshaus erneuerte die Küche, modernisierte die Sanitäranlage und baute eine Dusche ein.

 

Am 17. August 2002 erreichte das Jahrhunderthochwasser der Elbe mit 9,40m am Pegel Dresden seinen Höchststand und überflutete den gesamten Hafen und das Bootshaus. Der Erdgeschossbereich des Clubhauses und das Bootshaus standen komplett unter Wasser. Beträchtliche Schäden an Gebäuden und Vereinseigentum waren die Folge. Dank dem Einsatz aller Vereinsmitglieder, der Hilfe der Stadt Dresden und Spendengeldern gelang es die Schäden schnell zu beseitigen. Zum Saisonstart im Mai 2003 waren Gebäude und Stege wieder einsatzbereit. Im März 2006 ereilte uns das Frühjahrshochwasser mit nur 7,50m am Pegel Dresden schon bestens vorbereitet. Im Hafen wurde der Erdgeschossbereich rechtzeitig geräumt und im Bootshaus die Einrichtung so gut als möglich gesichert. Die Boote mussten von ihren Winterlagerplätzen ins Wasser gelassen werden. Die Elbe stand dann zwar einen halben Meter hoch in Gebäuden und Gelände, ließ aber außer Schlamm keine nennenswerten Schäden zurück.

 

Die Erweiterung der Slipanlage im Hafen mit einem zweiten Gleisbogen für die Winterlagerung der Boote begann im Frühjahr 2006 und war zum Aufslipen im gleichen Jahr fertig. An den beiden Standorten Bootshaus Käthe-Kollwitz-Ufer und Hafen Loschwitz verfügt der Verein für seine Mitglieder über Stell- und Liegeplätze für ca. 45 Boote. Die Vereinsmitglieder betreiben den Fahrtensport auf fast allen schiffbaren Gewässern Europas.

 

Das 40. Vereinsjubiläum beging der MC „Elbe“ Dresden e.V. 2008 und erhielt das „Qualitätssiegel-maritim“ des DMYV für seine attraktive Sportstätte im Hafen Loschwitz. Im gleichen Jahr erfolgte im Bootshaus die lange geplante Sanierung der Slipbahn und der Bau einer abflusslosen Fäkaliengrube. In den folgenden Jahren verbesserten wir unsere Infrastruktur. So begann 2009 die Erneuerung der Steganlage des Bootshauses die, nach mehreren Zwischenschritten, 2017 mit dem neuen Zulaufsteg ihren Abschluss fand. Der Hafen erhielt 2010 eine neue Heizungsanlage, nun hochwassersicher im Clubraum eingebaut. Die Anforderungen zur Verleihung des „Qualitätssiegels-maritim“ erfüllten wir auch 2011 und 2013. Im Mai 2013 feierten wir den 45. Jahrestag der Vereinsgründung, nicht ahnend dass uns einen Monat später die Elbe besuchen würde. Am 06.06.2013, zeigte uns die Elbe mit einem Pegel von 8,76m dass es kein Jahrhunderthochwasser braucht um die Räume des Vereins zu fluten. Rechtzeitig vorgewarnt hatten wir das Erdgeschoss beräumt und alles sicher im Clubgebäude untergebracht. Diesmal standen Hafen und Bootshaus deutlich länger unter Wasser als 2002. Die Wände des Erdgeschosses trockneten kaum, der Putz platzte ab und ein muffiger Geruch machte sich breit. Nach Prüfung durch Bausachverständige entschied sich der Eigenbetrieb Sportstätten im Hafen zum Abriss von Sanitärbereich und Garderobe und für den Neubau eines Funktionsgebäudes. Planung und Genehmigungsverfahren begannen im November 2013 und dauerten bis Dezember 2014. Der Neubau des Funktionsgebäudes startete im April 2016 und es wurde Anfang Dezember 2016 an den Verein übergeben. Der Altbau des Clubgebäudes steht nun wieder, wie ursprünglich, frei auf gemauerten Stützen. Am 03.03.2018 legt ein Wasserschaden das neue Funktionsgebäude lahm. Eine umfangreiche Instandsetzung schloss sich an. Am 15.06.18 wurde das Gebäude wieder an den Verein zur Nutzung übergeben.

Die Vereinsmitglieder betreiben den Fahrtensport auf fast allen schiffbaren Gewässern Europas. Auf unserer Homepage www.mc-elbe-dresden.de kann sich jeder einen persönlichen Eindruck vom Erreichten verschaffen. Fragen zu Revier, Gastliegeplätzen, Mitgliedschaft etc. können unter info@mc-elbe-dresden.de gestellt werden.

 

 

 

 

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